USA wollen von Deutschland Flugabwehrraketen

Die USA haben die Bundesregierung nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gebeten, für einen eventuellen Krieg gegen den Irak Flugabwehrraketen zur Verfügung zu stellen. Unter Berufung auf Regierungsbeamte in Berlin meldet die Zeitung, bei der Bitte sei offen geblieben, wo die Waffen stationiert werden sollten.

Israel soll geschützt werden
Die Bundesregierung bleibe dabei, an einem Krieg nicht aktiv teilzunehmen, könnte aber in eine schwierige Lage geraten, falls die Raketen vom Typ "Patriot" zum Schutz Israels eingesetzt werden sollen. "Bei Israel könnten wir nur schwer ablehnen", zitiert das Blatt einen Regierungsbeamten.

Fuchs-Panzer gegen Irak
Die im Rahmen des Anti-Terror-Einsatzes ("Enduring Freedom") in Kuwait stationierten deutschen Spürpanzer "Fuchs" sollen dort bleiben, aber nicht an einem Angriff auf den Irak teilnehmen. Zu einer entsprechenden Anfrage aus Washington habe die deutsche Seite signalisiert, die Panzer - die zur Abwehr atomarer, biologischer und chemischer Kampfstoffe eingesetzt werden können - blieben auf ihren bisherigen Auftrag beschränkt. Sollte der Irak jedoch Massenvernichtungswaffen gegen deutsche Verbündete einsetzen, gelte "das Prinzip der Nothilfe".

Amerikaner üben Rücksicht
Die übrigen Anfragen aus den USA beziehen sich dem Bericht zufolge vor allem auf die Nutzung amerikanischer Einrichtungen in Deutschland und auf logistische Hilfe. Insgesamt nehme das amerikanische Hilfsersuchen aus Berliner Sicht auf die deutsche Festlegung gegen eine Kriegsteilnahme Rücksicht. "Wir werden nicht überfordert", hieß es.

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