Schwerer Schlag fuer die amerikanische Kriegs-PR


In Hoechstgeschwindigkeit verbreitete sich die Nachricht in den Mainstreammedien: dem amerikanischen Militaer gelang es, Bin Ladens Stellvertreter im Irak, Al Sarkawi zur Strecke zu bringen.


Erst vor kurzem wurde bekannt - jedoch von den grossen Medien fast durchweg ignoriert - dass Al Sarkawi eine wichtige Funktion fuer die US-Kriegsfuehrung hatte: er versorgte die Regierung mit einer plakativen Rechtfertigung fuer das fortgesetzte Blutbad im Irak und ihr Besatzungsregime.
Dies wurde von fuehrenden Militaers zugegeben und uns im April von der Washington Post zur Kenntnis gebracht: auf den Mythos "Al Sarkawi " stuetzte sich eine der wichtigsten Kampagnen der psychologischen Kriegsfuehrung (auch als "PsyOp " gelaeufig).
Dadurch, dass man mithilfe der Medien den irakischen Widerstand identifizieren konnte mit der Gewalttaetigkeit und dem Fanatismus eines Al Sarkawi, gelang es, auch weiterhin die Notwendigkeit der amerikanischen Militaerpraesenz und ihrer exzessiven Finanzierung durch den amerikanischen Steuerzahler plausibel zu machen und zu rechtfertigen. Dies waere kaum moeglich gewesen, wenn in der Oeffentlichkeit Klarheit darueber geherrscht haette, dass es tatsaechlich um die Aneignung der irakischen Ressourcen und die Unterwerfung der Bevoelkerung, der das Verstaendnis fuer solche Plaene fehlte, ging.
Darueberhinaus ar Al Sarkawi der amerikanischen Regierung behilflich, die Verbindung zwischen dem Irak und der Al Qaida herzustellen, die zwar fruehzeitig behauptet wurde, aber erst durch den Super-Terroristen mit Fleisch und Blut gefuellt werden konnte.
Vielfach wurde bereits von irakischer Seite beklagt, dass es sich bei Al Sarkawi in Wirklichkeit um einen Mythos und nicht um eine tatsaechliche Bedrohung handele, und dass dieser Mythos regelmaessig herhalten musste fuer exzessive Gewaltanwendung gegenueber der irakischen Zivilbevoelkerung - unter dem Vorwand, man wuerde hier extremistische Terroristen bekaempfen, die die Zukunft des Irak bedrohten.
Eine ausfuehrlichere Recherche zum intergrund Al Sarkawis und seiner fuer die US-Regierung nuetzlichen Aktivitaeten findet sich auf der Website von Globalresearch.
Moeglicherweise handelt es sich bei dem gewaltsamen Ableben dieses Terroristen um eine Massnahme amerikanischer Militaers im Irak, die seit langem die Situation im Land fuer untragbar halten und lieber heute als morgen aus dem Land abziehen moechten.
Ebensogut ist es denkbar, dass von seiten der neuen irakischen Regierung hiermit der Versuch gemacht wurde, dem amerikanischen Kartenhaus des Besatzungsregimes eine wichtige Stuetze zu entziehen - indem man dem US-Militaer den Terroristen auf dem Silbertablett servierte.
Dabei war es in der Vergangenheit keine Seltenheit, dass der amerikanischen Regierung oder ihren Geheimdiensten der Aufenthaltsort eines Terroristen angezeigt wurde mit der Gelegenheit, ihn in Gewahrsam zu nehmen - so etwa bei der Praesenz Bin Ladens im Sudan und in Dubai oder des Waffenlieferanten der Taliban, Victor Bout - waehrend diese mit eigenartiger Traegheit und Desinteresse hierauf reagierten.
Wie kuerzlich zu erfahren war, wurden auch Nazi-Schergen, wie Eichmann, von den US-Geheimdiensten geschuetzt zugunsten der eigenen politischen Zwecke.
Nach den durch mittlerweile veroeffentlichten Geheimdokumenten zu "Operation Northwoods " gehoerte die Planung terroristischer Aktivitaeten zur Vortaeuschung einer nicht vorhandenen Bedrohung schon in den 60er-Jahren zum Programm des US-Militaers, und der Terrorismus der 70er und 80er-Jahre diente zumindest in Italien nachgewiesenermassen der politischen Einflussnahme zugunsten rechtsgewirkter, US-freundlicher Regierungen, wie aktenkundig Anfang der 90er-Jahre belegt wurde.
Hierueber wird jedoch von seiten der Mainstreammedien nicht berichtet - trotz zuverlaessig gesicherter Faktenbasis - waehrend die Mythen der US-Regierung und anderer Instanzen der politischen Elite gerne kolportiert und gehypet werden, auch wenn die Belege fuer sie haeufig hoechst fragwuerdig bleiben und meist ebensowenig juristisch verwertbar, wie die Belege zum Ablauf der Attentate des 11. September 2001.
Der Mangel an zuverlaessig verifizierbarer Faktenbasis wird in diesen Faellen kompensiert durch unablaessige wiederholende Penetration der Oeffentlichkeit mit den offiziellen Interpretation der angeblichen Vorgaenge.
Wer widerspricht, dem wird das Brandzeichen des Terroristenfreunds und des Verschwoerungstheoretikers verpasst: ein Verfahren, das so oft - und bei Gelegenheit oeffentlichkeitswirksam - wiederholt wird, bis die (noch) nicht exkommunizierten Soeldner der oeffentlichen Meinung in den beherrschenden Medien und Redaktionen ein deutliches Bewusstsein davon haben, dass ihnen die Wahl zwischen einer regierungsfreundlich angepassten Meinung und dem Ende ihrer beruflichen Karriere bleibt.

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ein Artikel aus dem globalisierungskritischen Internetmagazin fuer Gegenoeffentlichkeitsarbeit auf www.hh-onlinde.net