"Eiserner Hammer" gegen irakischen Widerstand

US-Truppen gehen offenbar weiter mit schweren Waffen gegen den irakischen Widerstand vor: In der irakischen Hauptstadt Bagdad war erneut Gefechtslärm zu hören. Korrespondenten berichteten von Geschützdonner an der Peripherie der Millionenstadt. Ein US-Militärsprecher hatte zuvor angekündigt, dass die nach dem Anschlag auf eine italienische Kaserne eingeleitete Operation "Iron Hammer" (Eiserner Hammer) zur Bekämpfung von antiamerikanischen Widerstandsnestern fortgesetzt werde.

Gebäude von Saddams Elitetruppen zerstört
Wie der Sprecher weiter mitteilte, zerstörte ein Flugzeug vom Typ AC-130 das frühere Haus der Eliteeinheit des entmachteten irakischen Diktator Saddam Hussein. Das Gebäude im Industriegebiet nahe des Flughafens habe Aufständischen als Stützpunkt für Raketenangriffe gedient. Weitere Ziele waren dem Sprecher zufolge Stellungen der Rebellen im Westen und Osten Bagdads, von denen Mörsergranaten abgefeuert wurden.

 

Terroristen dort treffen, wo sie sind
"Diese offensiven Operationen zielen darauf ab, die Terroristen dort zu treffen, wo sie sind", erklärte US-Militärsprecher Oberstleutnant George Krivo auf einer Pressekonferenz in Bagdad. "Wir haben dabei immer mehr Erfolg", fügte er hinzu.

Hubschrauber beschießt Kleinbus
Am Mittwoch hatte ein US-Kampfhubschrauber einen Kleinbus verfolgt und mit Raketen beschossen, dessen Insassen dabei beobachtet worden waren, wie sie einen Granatwerfer installierten. Dabei wurden zwei Iraker getötet, drei verwundet und fünf verhaftet. Ein Panzer und ein Flugzeug zerstörten eine leer stehende Lagerhalle, die als Treffpunkt für Aufständische gedient haben soll.

 

Zahl der Anschlags-Opfer gestiegen
Die Zahl der Opfer des Anschlags auf einen italienischen Militärstützpunkt im südirakischen Nasirija stieg derweil auf 28. Ein Italiener und ein Iraker seien ihren schweren Verletzungen erlegen, berichtete der staatliche italienische Fernsehsender RAI am Donnerstag unter Berufung auf das italienische Militär. Dem Anschlag von vier Selbstmordattentätern am Mittwoch seien 19 Italiener und 9 Iraker zum Opfer gefallen, hieß es. Wenige Stunden nach dem Anschlag hatte die US-Armee im Raum Bagdad die "Operation Iron Hammer" begonnen.