Deutsche Soldaten dienen in der Fremde
Die Bundeswehr ist begehrt. Bis 1990 leistete sie in mehr als 130 Einsätzen humanitäre Hilfe. Nach der Wiedervereinigung wurden die internationalen Einsätze immer verantwortungsvoller, anspruchsvoller - und umstrittener. Seitdem sind die deutschen Streitkräfte nahezu ununterbrochen an friedensschaffenden oder friedenserhaltenden Maßnahmen beteiligt. Im Moment befinden sich etwa 8000 Soldaten in Afghanistan, Bosnien, Kosovo, Mazedonien, am Horn von Afrika - und seit Juni auch im Kongo im Einsatz. Immer öfter fordern Bündnispartner die Nato auf, Kontingente zu schicken.
Nun sieht es so aus, als wäre die Kapazitätsgrenze erreicht. Die deutschen Ressourcen seien "weitestgehend gebunden" urteilte Gerhard Schröder im Hinblick auf einen Einsatz im Irak. Eine Strukturreform der Bundeswehr steht an - und es muss auch eine politische Linie gefunden werden, die regelt, wie und zu welchem Zweck, das Heer auf Auslandseinsätze geschickt werden darf. Das Entsendegesetz ist nur der Anfang.

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