Deutsche Marine soll US-Schiffen Geleitschutz geben

Die deutsche Marine im Einsatz am Horn von Afrika (Foto: dpa)Offenbar soll sich Deutschland weit intensiver an einem Irak-Krieg beteiligen als bisher angenommen. Die USA wollen nach Informationen der Zeitung "Die Welt" neben den AWACS-Flugzeugen noch weitere militärische Unterstützung von der Bundesrepublik. Bei der inoffiziellen Bitte um "Nato-Fähigkeiten" sei es auch um die deutscher Beteiligung an Marineverbänden in Atlantik und Mittelmeer gegangen. Sie könnten US-Schiffen Geleitschutz geben und die Truppen oder Material Richtung Irak transportierten. Außerdem soll die Bundeswehr die UN-Waffeninspektoren im Irak mit unbemannten Aufklärungsdrohnen unterstützen.

 

Bütikofer: AWACS-Einsätze sind richtig
Unterdessen verteidigte der neue Grünen-Chef Reinhard Bütikofer den möglichen Einsatz der AWACS-Maschinen gegen Kritik aus den eigenen Reihen. Die Haltung von Bundeskanzler Gerhard Schröder "stimmt mit unserer Position überein", sagte Bütikofer der "Rheinpfalz". Schröder habe nur klar gestellt, was geht und was nicht. Bundeswehrsoldaten dürften zur Verteidigung und Sicherung der Nato im Bündnisgebiet eingesetzt werden. Damit habe Schröder auch ausgeschlossen, dass die AWACS-Maschinen "für den Angriff auf Irak verfügbar sind", sagte der Grünen-Politiker.

Bundeswehr will Dronen einsetzen
Die Bundeswehr soll die Waffeninspektoren im Irak auf Wunsch der UN mit unbemannten Aufklärungsdrohnen vom Typ "Luna" unterstützen. Das bestätigte das Verteidigungsministerium in Berlin. "Wir unterstützen die Sache und stehen ihr positiv gegenüber", sagte ein Ministeriumssprecher. Allerdings seien die Prüfungen noch nicht abgeschlossen. Dies soll bis Anfang kommender Woche der Fall sein.

 

40 deutsche Soldaten müssten in den Irak
Vor allem die Frage des Personals für die Aufklärungsdrohnen sei noch ungeklärt. Laut "Focus" werden rund 40 deutsche Soldaten benötigt. Bislang hätten sich aber erst sechs gemeldet. Die Männer fürchteten - da sie im Falle eines Einsatzes als zivile UN-Mitarbeiter nach Bagdad fahren würden - im Ernstfall nicht die gleiche soziale Absicherung wie Soldaten zu erhalten.

dpa/AP 

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