Mit allen Miiteln versucht der Spiegel einen Krieg gegen den Iran zu ermoeglichen. Kaum eine Gelegenheit wird ausgelassen, um oeffentlich den Eindruck herzustellen, nur Bomben wuerden gegen die angeblich inakzeptabel renitente iranische Regierung helfen.

Mit der Ueberschrift "Iran lehnt Verhandlungen mit den USA ab " und einem Zitat des Oelministers, der gerade einen Besuch in Venezuela absolviert, versucht die Redaktion des Spiegel den Eindruck herzustellen, mit der iranischen Regierung sei jeder Versuch, eine diplomatische Loesung zu erreichen, zum Misserfolg verurteilt.
Zur gleichen Zeit, in der sich der Spiegel bemueht, den Iran als Schurkenstaat und Outlaw der internationalen Gemeinschaft darzustellen, findet sich bei der Nachrichtenagentur Reuters die entgegengesetzte Meldung: nicht vom Oelminister - der nach Ansicht der Spiegelredaktion die iranische Regierung praesentiert - sondern von Aussenminister Mottaki (also dem Amt, das in anderen Laendern fuer die Aussenbeziehungen und Diplomatie verantwortlich ist): danach erklaerte Mottaki, man sei zu Verhandlungen mit den USA bereit.
Bereits in ihem Interview mit Praesident Ahmahdinedschad stellte die Redaktion des Spiegel unter Beweis, dass es nicht ihre Absicht ist, die wahren Motive der iranischen Regierung und ihre Ziele zu erfahren. Zweck des Interviews war es offensichtlich, den Feind festzunageln und ihn in die Naehe der Neonazis zu ruecken.
Es gelang zwar nicht, ihm die Aussage zu entlocken, dass von ihm der Holocaust bestritten wird. Dass er sich die westliche Sicht auf dies Ereignis jedoch nicht vorbehaltlos aneignen wollte, reichte dem Spegel aber, um ihn als Freund der Neonazis zu qualifizieren.
Ebenfalls die angebliche Absicht der Iraner, Israel von der Landkarte zu wischen: als Ahmahdinedschad die Legitimitaet des israelischen Besatzungsregimes bestritt, drehten die Interviewer des Spiegels durch einen Einwurf seine Aussage so, dass sie sich nicht auf das Besatzungsregime, dessen Legitimitaet durch eine Anzahl von UN-Resolutionen bereits bestritten wurde , sondern auf den Staat Israel insgesamt bezog.
Wenn es zu einem Krieg gegen den Iran unter nennenswerter deutscher Beteiligung oder Unterstuetzung kommt, dann wird die Redaktion des Spiegel einen nennensweren Anteil an diesen "Erfolg " fuer sich reklamieren koennen.

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