Zeitung: US-Militärs bereits in Bagdad

US-Soldaten halten sich offenbar in Bagdad auf, um die Reaktionskräfte des irakischen Regimes auszuloten. Das berichtet die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat".

Provokation mit kleinen Sprengsätzen
Dem in London erscheinenden Blatt zufolge sollen die US-Militärs irakische Sicherheitskräfte mit Explosionen an öffentlichen Einrichtungen provoziert haben. Die verschiedenen Armee- , Polizei- und Geheimdienstorganisationen hätten mit aufwendigen Fahndungen reagiert und zahlreiche Mitarbeiter aus den eigenen Reihen festgenommen. Den Inhaftierten sei daraufhin vorgeworfen worden, die von ihnen kontrollierten Gebiete nachlässig überwacht zu haben.

Über den Norden in den Irak
Die Soldaten sollen in unbekannter Anzahl über den kurdischen Nordirak nach Bagdad gekommen sein. Bereits in den vergangenen Wochen hatten mehrere irakische Oppositionsgruppen übereinstimmend berichtet, dass sich im Norden amerikanische Einheiten aufhielten. Das Gebiet wird von Diktator Saddam Hussein nicht kontrolliert.

Militärs bereiten Invasion vor
Zuvor war schon aus dem Pentagon durchgesickert, dass kleinere Spezialeinheiten der US-Streitkräfte schon seit einigen Wochen im Irak eine Invasion vorbereiten. Demnach knüpfen Elitesoldaten der US-Armee Kontakte zu Oppositionsgruppen und bereiten eine rasche Einnahme großer Teile des Irak vor.

Entscheidung in zwei Wochen?
In der Tat hat es US-Präsident George W. Bush offenbar eilig mit einem Militärschlag. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, setzt Bush einer diplomatischen Lösung noch eine Frist von zwei Wochen. Dann will er über einen Angriff entscheiden, heißt es. Noch in dieser Woche wollen Amerikaner und Briten im Sicherheitsrat offenbar eine Resolution einbringen, die einen solchen Militärschlag legitimiert

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