Verteidigung
Struck stellt Pläne zum "Schützenpanzer 3" vor
Marder-Nachfolger mit neuem Antrieb und Waffenturm

Bundeswehr-Schützenpanzer Die Planungen für eine Nachfolgemodell des 30 Jahre alten Schützenpanzers "Marder" sind abgeschlossen. Verteidigungsminister Peter Struck will am Mittwoch bei seinem ersten Auftritt vor dem Verteidigungsausschuss in Berlin Einzelheiten mitteilen.


Von zwei Rüstungskonzernen entwickelt
Entwickelt wird das Nachfolgemodell mit dem Arbeitstitel "Schützenpanzer 3" von einem Konsortium der Rüstungskonzerne Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW). Beide Firmen hatten nach dem Stopp des "Panther"-Projekts ein Gemeinschaftsunternehmen für die Entwicklung des neuen Panzers gegründet.

Struck soll Stellung zu den Kosten beziehen
Das Projekt "Panther" war gescheitert, weil er erst von 2008 an lieferbar gewesen wäre. Das Ministerium will den neuen Panzer wegen des dringenden Bedarfs aber deutlich vor diesem Zeitpunkt einsetzen, möglicherweise schon 2004 oder 2005. Die Unions-Verteidigungsexperten Paul Breuer und Bernd Siebert (beide CDU) forderten Struck auf, im Ausschuss Stellung zu Kosten und Stückzahlen zu nehmen.

Marder-Weiterentwicklung abgelehnt
Sruck folgt mit der Entscheidung den Empfehlungen einer Arbeitsgruppe des Ministeriums und der Industrie. Dieses Gremium hatte sowohl von einer Weiterentwicklung des "Marder"- Panzers wie auch des schwedischen Modells CV 90 abgeraten.

Der "Neue" soll in Flugzeugen transportierbar sein
Bedingung an die Rüstungsfirmen ist, dass sie beim "Schützenpanzer 3" existierende Komponenten weitgehend einbeziehen. Neu konzipiert werden sollen die Wanne des Panzers sowie Antrieb und der Waffenturm. Der neue Panzer soll auch wesentlich leichter werden als der "Marder", damit er in Flugzeugen transportiert werden kann.

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